Eine Notiz von Stanislav — Venedig, August 2026
Ich schreibe dies aus Venedig, ein paar Tage nach Beginn einer Reise, die überhaupt nicht um Deckarts herum geplant war, aber es ist schwer, diese Stadt zu durchwandern und nicht darüber nachzudenken, woher die klassische Seite des Katalogs eigentlich stammt.
Venedig hat nicht nur eine museumsreife Sammlung von Renaissance- und byzantinischer Kunst versteckt – es ist daraus gebaut. Die Stadt brachte einige der bedeutendsten Maler der Epoche hervor: Tizian, Tintoretto, Veronese, die Familie Bellini. Ihre Werke hängen noch immer in den Kirchen und Palästen, für die sie gemalt wurden, nicht nur in für die Betrachtung konzipierten Galerieräumen. Es ist eine ganz andere Art, einem Gemälde zu begegnen, als es Tausende von Kilometern entfernt an einer Wand reproduziert zu sehen.
Was mich jedes Mal beeindruckt, wenn ich an einem solchen Ort bin, ist, wie vieles von dem, was auf einem Deck landet, als etwas für einen völlig anderen Zweck Gemachtes begann – ein Altarbild, eine Decke, eine private Auftragsarbeit für ein bestimmtes Zimmer in einem bestimmten Palast. Klimt und Caravaggio, die beide im Deckarts-Katalog auftauchen, arbeiteten Jahrhunderte nach dem meisten, was in Venedig zu finden ist, aber das Gleiche gilt: Diese Werke wurden nie dafür gemacht, klein zu sein, und schon gar nicht, um auf ein Stück Ahorn gedruckt zu werden. So etwas in einen 85×20cm großen Streifen umzuwandeln oder es über ein Triptychon zu verteilen, ist eine echte Übersetzung, nicht nur eine Größenänderung.
Warum klassische Gemälde auf einem schmalen Deck tatsächlich gut aussehen
Wenn man hier an Deckenfresken und Altarbildern vorbeigeht, ist es offensichtlich, warum einige Gemälde diese Art der Übersetzung überleben und andere nicht. Die Gemälde, die auf einem Deck am besten funktionieren, sind diejenigen, die auf einer starken, aus der Ferne gut lesbaren Komposition basieren – eine einzelne dominante Figur, ein klarer Brennpunkt, eine begrenzte Farbpalette, die auch dann noch wirkt, wenn die Oberfläche schmaler ist, als das Auge es erwartet. Vieles von dem, was in Venedig zu sehen ist, wurde ursprünglich dafür entworfen, von unten, quer durch einen Raum oder durch Weihrauch und Kerzenlicht betrachtet zu werden, nicht aus der Nähe – was seltsamerweise dem gleichen Designproblem ähnelt, ein Bild auf 20 cm Ahorn zu passen. Kompositionen, die Distanz überleben, überleben auch die Größenänderung.
Reproduktion versus vor dem Original stehen
Keine gedruckte Reproduktion, auf einem Deck oder anderswo, ersetzt das Stehen vor dem tatsächlichen Gemälde in dem Raum, für den es geschaffen wurde. Ich glaube nicht, dass Deckarts das Gegenteil behaupten sollte. Was eine Reproduktion tut, ist anders: Sie platziert eine Version dieses Bildes an einem Ort, wo es physisch niemals existieren könnte – an Ihrer eigenen Wand, zu einem Preis, den niemand für ein Meisterwerk verhandeln würde, in einem Material, das außer dem Bild selbst nichts mit dem Original zu tun hat. Das ist kein Ersatz für Venedig. Es ist ein anderer, viel kleinerer Zugang zu etwas, das sonst genau dort bleiben würde, wo es ist.
Venedig ist auch die Heimat der Biennale, die am entgegengesetzten Ende der Zeitlinie liegt – zeitgenössische Kunst, ein Großteil davon in den letzten Jahren von lebenden Künstlern geschaffen, gezeigt nur wenige Gehminuten von fünfhundert Jahre alten Gemälden entfernt. Dieser Kontrast ist im Grunde die gesamte Prämisse des Deckarts-Katalogs im Kleinen: klassische Reproduktionen und Kollaborationen mit Originalkünstlern, Seite an Seite, zum gleichen Preis, auf dem gleichen Material.
Was fünf Fotos von ein paar Tagen tatsächlich festhalten
Diese fünf Fotos sind keine kuratierte Auswahl eines Shootings – es sind einfach die Dinge, die ich während einiger Spaziergänge angehalten und fotografiert habe, so wie jeder eine Reise dokumentiert. Ich füge sie hier bewusst ohne ausführliche Bildunterschriften bei: Es geht nicht darum, eine persönliche Reise in Inhalt mit einer Bildunterschrift für jeden Rahmen zu verwandeln, sondern ehrlich zu zeigen, wie ein paar Tage in einer Stadt, die so dicht mit Kunstgeschichte gefüllt ist, tatsächlich aussehen, wenn man nicht beruflich dort ist.
Ich habe hier keine saubere Schlussfolgerung, eher nur eine Anmerkung. In einer Stadt zu sein, die so gesättigt ist mit dem tatsächlichen Ausgangsmaterial, ist eine gute Erinnerung daran, warum die klassische Seite des Katalogs überhaupt existiert – nicht als Gimmick, sondern weil diese Bilder bereits Jahrhunderte des Betrachtens überlebt haben, und das ist nicht nichts.
Bald zurück in Berlin.
Die Klassische Kollektion shoppen
Häufig gestellte Fragen
Sind Tizian, Tintoretto, Veronese oder die Familie Bellini als Deckarts-Stücke erhältlich?
Derzeit nicht – sie werden hier als historischer Kontext für die Kunstgeschichte Venedigs erwähnt, nicht als Teil des aktuellen Katalogs. Was derzeit aus derselben weiten klassischen Tradition erhältlich ist, umfasst Caravaggio, Klimt und das oben gezeigte Barock-Putten-Stück.
Stand diese Reise in irgendeiner Verbindung zu Deckarts – gesponsert, eine Geschäftsreise, Beschaffung neuer Designs?
Nein – es war eine persönliche Reise, nicht um das Geschäft herum geplant. Dieser Beitrag existiert, weil der Aufenthalt in Venedig die Verbindung zur klassischen Seite des Katalogs unweigerlich aufkommen ließ, nicht weil die Reise einen geschäftlichen Zweck hatte.
Bezieht Deckarts Bilder direkt aus den Kirchen oder Museen Venedigs?
Nein. Klassische Reproduktionen im Katalog werden über Standardkanäle für gemeinfreie Bilder bezogen, nicht durch direkte Vereinbarungen mit bestimmten Museen oder Kirchen. Der Aufenthalt in Venedig ändert nichts daran, wie Bilder für den Katalog bezogen werden.
Warum lassen sich einige klassische Gemälde gut auf ein schmales Deckformat übertragen und andere nicht?
Gemälde mit einer starken, aus der Ferne gut lesbaren Komposition – einem klaren Brennpunkt, einer begrenzten Farbpalette, einer einzelnen dominanten Figur – überleben die schmalen Proportionen des Formats besser als Kompositionen, die auf die Nahbetrachtung angewiesen sind oder Details gleichmäßig auf einer breiten Leinwand verteilen.
Ist eine gedruckte Reproduktion dazu gedacht, das Betrachten des Originalgemäldes persönlich zu ersetzen?
Nein, und das würden wir auch nicht behaupten. Eine Reproduktion bietet eine andere, viel kleinere Art des Zugangs – eine Version eines Bildes an Ihrer eigenen Wand zu besitzen – nicht einen Ersatz dafür, vor dem tatsächlichen Werk an dem Ort zu stehen, für den es geschaffen wurde.
Artikelzusammenfassung
- Eine persönliche Notiz, geschrieben während einer Reise nach Venedig, nicht im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten von Deckarts.
- Venedigs eigene Renaissance- und byzantinische Maler (Tizian, Tintoretto, Veronese, die Familie Bellini) sind derzeit nicht Teil des Katalogs – sie sind historischer Kontext, keine Produktverbindung.
- Kompositionen, die auf Lesbarkeit aus der Entfernung ausgelegt sind, lassen sich am besten auf ein schmales Deckformat übertragen, weshalb bestimmte klassische Werke hier gut funktionieren und andere nicht.
- Eine gedruckte Reproduktion ist eine andere Art des Zugangs zu einem Bild, kein Ersatz für das persönliche Betrachten des Originals.
- Die Mischung aus jahrhundertealter und brandneuer Kunst auf der Biennale von Venedig spiegelt die eigene Aufteilung des Katalogs in klassische Reproduktionen und Kooperationen mit Originalkünstlern wider.
In italiano — una nota di Stanislav, Venezia, agosto 2026
Note da Venezia
Scrivo da Venezia, dopo qualche giorno di un viaggio che non era affatto pensato per deckarts, ma è difficile camminare per questa città senza pensare a dove nasce davvero il lato classico del catalogo.
Venezia non conserva semplicemente una collezione museale di arte rinascimentale e bizantina da qualche parte — è costruita con essa. La città ha dato i natali ad alcuni dei pittori più importanti del periodo: Tiziano, Tintoretto, Veronese, la famiglia Bellini. Le loro opere sono ancora appese nelle chiese e nei palazzi per cui furono dipinte, non solo in sale espositive pensate per l'osservazione. È un modo molto diverso di incontrare un dipinto rispetto a vederlo riprodotto su una parete a migliaia di chilometri di distanza.
Ciò che mi colpisce ogni volta che mi trovo in un posto come questo è quanto di ciò che finisce su una deck sia nato con uno scopo completamente diverso — una pala d'altare, un soffitto, una commissione privata per una stanza specifica di un palazzo specifico. Klimt e Caravaggio, entrambi presenti nel catalogo deckarts, hanno lavorato secoli dopo la maggior parte di ciò che si trova a Venezia, ma vale lo stesso principio: queste opere non sono mai state pensate per essere piccole, e certamente non per essere stampate su un pezzo di acero. Ricomporre qualcosa del genere in una striscia di 85×20cm, o distribuirlo su un trittico, è una vera traduzione, non un semplice ridimensionamento.
Perché alcuni dipinti classici funzionano bene su una deck stretta
Camminando tra affreschi e pale d'altare qui, è evidente perché alcuni dipinti sopravvivono a questo tipo di traduzione e altri no. I dipinti che funzionano meglio su una deck sono quelli costruiti su una composizione forte e leggibile a distanza — una figura dominante, un punto focale chiaro, una palette limitata che si legge anche quando la superficie è più stretta di quanto l'occhio si aspetti. Molto di ciò che si trova a Venezia era originariamente pensato per essere visto dal basso, attraverso una stanza, o tra incenso e luce di candele, non da vicino — il che è stranamente vicino allo stesso problema compositivo di far entrare un'immagine in 20cm di acero.
Riproduzione contro trovarsi davanti all'originale
Nessuna riproduzione stampata, su una deck o altrove, sostituisce il trovarsi davanti al dipinto originale, nella stanza per cui fu creato. Non credo che deckarts debba far finta il contrario. Ciò che offre una riproduzione è diverso: colloca una versione di quell'immagine in un luogo dove non potrebbe mai esistere fisicamente — sulla tua stessa parete, a un prezzo che nessuno si aspetta di negoziare per un capolavoro, in un materiale che non ha nulla a che fare con l'originale se non l'immagine stessa. Non è un sostituto di Venezia. È un tipo di accesso diverso, molto più piccolo, a qualcosa che altrimenti resterebbe esattamente dove si trova.
Venezia ospita anche la Biennale, che si trova all'estremo opposto della linea temporale — arte contemporanea, gran parte realizzata negli ultimi anni da artisti viventi, esposta a pochi passi da dipinti vecchi di cinquecento anni. Questo contrasto è, in miniatura, l'intera premessa del catalogo deckarts: riproduzioni classiche e collaborazioni con artisti originali, fianco a fianco, allo stesso prezzo, sullo stesso materiale.
Non ho una conclusione ordinata da offrire, più che altro è un appunto. Trovarsi in una città così satura del materiale originale è un buon promemoria del perché esiste la parte classica del catalogo — non come un espediente, ma perché queste immagini hanno già superato secoli di sguardi, e non è cosa da poco.
Torno a Berlino presto.
About the Author
Stanislav Arnautov is the founder of deckarts, a graphic designer and print specialist originally from Ukraine, now based in Berlin, where he personally designs and prepares every deck. Follow on Instagram or visit stasarnautov.com.



0 Kommentare